Freitag, 18. Mai 2018

- Ratsbeschluss zu Kunstrasenplätzen 1

Am 8. Mai 2018 hat der Rat der Stadt Lage den Beschluss gefasst, den dritten großen Kunstrasenplatz nach Kachtenhausen und ein Kleinspielfeld von 90 × 45 m in den Ortsteil Hagen zu vergeben. Wenn das nicht möglich ist, soll es in Hagen ein Kleinspielfeld von wenigstens 70 x 50 m geben, das sei in jedem Fall möglich, so der Bürgermeister - obwohl in der Beschlussvorlage vom 23.4.18 ausdrücklich nur von einem Kleinspielfeld von 55 x 35 m die Rede ist, weil nur das wenigstens "gute Chancen" hätte, "eine Befreiung von den Festsetzungen des Flächennutzungsplanes durch die Untere Landschaftsbehörde (Kreis Lippe) zu erhalten". "Gute Chancen", eine Standardformulierung in allen Vorlagen und Protokollen - nicht einmal das allerkleinste Feld ist also wirklich gesichert! Aber man verspricht erst einmal das zweitgrößte ...
In Heiden und in Hörste sollen 2020 oder 2021 (!?) möglichst (!?) Kleinspielfelder errichtet werden - ob 70 x 50 m oder 55 x 35 m blieb offen. Außerdem müssen, vor allem in Hörste, erst noch "Grundstücksfragen geklärt" werden ...

Aber sonst ist soweit alles klar?

Nachdem zu Beginn der Sitzung noch alle möglichen anderen Positionen vertreten wurden, fielen die einzelnen Fraktionen (nicht die BBL!) der Reihe nach um, als ihnen der oben skizzierte - angeblich für alle tragfähige - „Kompromissvorschlag“ präsentiert wurde. Auch die SPD, die eigentlich für Heiden als Standort für den dritten Kunstrasenplatz in Lage war und in der Ratssitzung dafür plädierte, schwenkte, offenbar völlig problemlos, sofort auf Kachtenhausen um. 
Dass auch dieser „Kompromissvorschlag“ wieder mit mindestens  einem Versprechen versehen ist, das, wie selbst der Bürgermeister in der Sitzung ganz eindeutig betonte, garantiert nicht eingehalten werden kann (ein Spielfeld von 90 x 45 m in Hagen, womöglich nicht einmal das von 70 x 50 m), interessierte nicht weiter, Hauptsache, diejenigen, die vorher für einen großen Kunstrasenplatz in Hagen oder Heiden plädiert hatten, konnten sich mit einem Alibi-Versprechen zufrieden geben und dann auch für Kachtenhausen stimmen. 
So kam dann ein Beschluss zustande, der nur noch einmal das bestätigte, was ganz offenbar seit vielen Monaten bereits klar und hinter den Kulissen beschlossen worden war: Der dritte Kunstrasenplatz sollte auf jeden Fall nach Kachtenhausen gehen. Dass es so kommen solle, hatten uns Insider bereits im Februar übermittelt, also vor allen politischen Beratungen. Damals wollten wir es noch nicht glauben, weil in den politischen Gremien doch noch nichts besprochen und beschlossen war. Die gesamte politische Diskussion, die seitdem stattgefunden hat, war also mehr oder weniger eine Phantom-Diskussion. Und belastbare Begründungen dafür, was spezifisch für Kachtenhausen spricht und was andere Ortsteile nicht ebenso geltend machen können, gibt es bis heute nicht. Im Gegenteil: Der Ortsteil Kachtenhausen ist von den vier Bewerbern bereits jetzt am besten ausgestattet und hätte noch am ehesten von allen auf einen Kunstrasenplatz verzichten können Aber hier scheint es intern andere Gründe zu geben, die uns bisher nicht bekannt sind. 
Der Bürgermeister pochte in der Ratssitzung auf eine Entscheidung. Es seien genügend Informationen herausgegeben worden, es habe keine falschen Informationen gegeben und alle Fakten lägen auf dem Tisch. 
Da lag und liegt er leider falsch. Im Grunde ist nämlich nichts klar - man sehe sich (siehe oben!) nur einmal den gefassten Beschluss und seine Unwägbarkeiten und Unbestimmtheiten an! Einige der Politik gegebene Informationen waren eindeutig falsch und sind auch nie eindeutig korrigiert worden. Es hätte also eigentlich noch gar nicht entschieden werden können bzw. dürfen. Das möchten wir an ein paar Beispielen denn doch noch einmal verdeutlichen, auch wenn wir die Entscheidung am Ende selbstverständlich respektieren.
Ein klassisches Beispiel für Falschinformationen, die im Vorfeld der Entscheidung gestreut wurden, war noch in der Ratssitzung zu sehen. Wir wollen es hier kurz schildern, bevor wir in einem späteren weiteren Beitrag noch auf andere Beispiele eingehen.
Die BBL vertritt bekanntlich die Auffassung, dass wegen der vielen offenen Fragen die Zeit für eine Entscheidung noch gar nicht reif war, dass aber auch eine Entscheidung noch gar nicht fallen musste, weil es gar keinen Zeitdruck gab (siehe unseren Beitrag vorher zu diesem Thema!).
Dem wurde von der CDU-Spitze, die die Entscheidung für Kachtenhausen, warum auch immer, offenbar möglichst schnell wollte, entgegengehalten, eine Entscheidung müsse deswegen jetzt getroffen werden, weil vorher das „Projekt Eichenallee“, also der Umbau des jetzigen Hartplatzes an der Eichenallee, nicht in Angriff genommen werden könne. Darüber habe es einen gemeinsamen Beschluss gegeben.
Wir konnten uns zwar an einen solchen Beschluss mit diesen Zusmmenhängen spontan nicht erinnern, mussten das aber für den Moment so hinnehmen.
In der Ratssitzung bat dann der CDU-Ratsherr Gerhard Wißbrock den Bürgermeister, er möge doch noch einmal deutlich den Zusammenhang zwischen dem "Projekt Eichenallee" und dem Beschluss über den dritten Kunstrasenplatz erläutern (offenbar, um noch einmal den Zeitdruck zu verdeutlichen).
Was aber sagt der Bürgermeister (der offenbar über die Strategie der CDU-Spitze nicht so genau informiert war und daher den taktischen Gehalt der Bitte nicht wahrnahm)?
Einen Zusammenhang zwischen dem "Projekt Eichenallee" und dem Beschluss über den dritten Kunstrasenplatz gebe es nicht, mit dem "Projekt Eichenallee" könne auch sofort begonnen werden.
Das heißt: Einen zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Beschluss über den dritten Kunstrasenplatz und dem "Projekt Eichenallee" hat es nie gegeben, er war frei erfunden. Alles sollte offenbar nur dazu dienen, den Beschluss in der Ratssitzung nicht noch einmal aufzuschieben.

Taktiererei und Fehlinformationen, wohin man schaut ... Aber offiziell hat es bei diesem Projekt nie falsche Informationen gegeben.

Dazu haben wir noch einige Beispiele parat, die wir Ihnen gern noch schildern möchten, weil sie teilweise wirklich haarsträubend sind. Da aber die einzelnen Textbeiträge nicht zu lang werden sollen, werden wir diese weiteren Beispiele in einem separaten Beitrag behandeln, der in Kürze folgt.

Bis dahin
Ihre
BBL

Samstag, 5. Mai 2018

- Kunstrasenplätze zum Dritten

Die Diskussion um den dritten Kunstrasenplatz und (damit verbunden) die Erstellung von Kleinspielfeldern in den Ortsteilen, die sich beworben haben, aber nicht mit dem großen Platz bedacht werden, hat sich leider genau in die Richtung entwickelt, die wir im letzten Beitrag schon andeutungsweise befürchtet hatten.

Favorit in der Beschlussvorlage der Verwaltung ist, wie es von Insidern schon seit Monaten kolportiert wurde, der Ortsteil Kachtenhausen - obwohl der von allen vier Bewerbern bereits jetzt die besten Voraussetzungen für einen regelmäßigen Spielbetrieb mitbringt. Die Begründungen für die Auswahl sind dementsprechend willkürlich und nicht überzeugend.

Das gesamte Verfahren ist für uns eine Farce, daher werden wir auch keiner der aktuellen Beschlussvorlagen und keinem der aktuellen Vorschläge zustimmen. Die bisherigen Informationen waren häufig so falsch und irreführend und vage, dass auf dieser Grundlage im Moment keinerlei Beschlüsse möglich sind, die man vor den Vereinen und der Bevölkerung verantworten kann.

Wir werden darauf in der nächsten Zeit noch einmal mit einer längeren und detaillierten Analyse und Beweisführung zurückkommen. Heute veröffentlichen wir erst einmal die offizielle Stellungnahme der BBL für den jetzigen Zeitpunkt:



3.5.2018

Festlegung „dritter Standort Kunstrasenplatz“ - Position der BBL
Die BBL wird zum jetzigen Zeitpunkt keiner Vorlage und keinem Antrag zur Festlegung des dritten Standorts für einen Kunstrasenplatz zustimmen, da sie den Zeitpunkt für eine Abstimmung für vollkommen verfrüht hält.
Viele wichtige Fragen sind nicht geklärt, verschiedene Informationen an die Ausschuss- und Ratsmitglieder waren fehlerbehaftet. Überhaupt nicht geklärt ist beispielsweise die Frage, was (z. B. hinsichtlich des Baus von Kleinspielplätzen) in den einzelnen Ortsteilen definitiv geht und was definitiv nicht geht. Diese Fragen müssten erst einmal klar und verbindlich beantwortet werden, bevor man Beschlüsse fassen kann. Sonst könnte es vorkommen, dass einzelne Ortsteile  - entgegen den ausdrücklichen Zusagen aus Verwaltung und Politik - gar nichts bekommen, weder einen Kunstrasenplatz noch ein Kleinspielfeld.
Beschlüsse zu konkreten Bauvorhaben von Sportplätzen machen also nur dann Sinn, wenn gesichert ist, dass auch überhaupt gebaut werden kann. Ansonsten haben sie die Funktion von Alibibeschlüssen. Zudem müsste man auch noch mögliche Alternativen durchdiskutieren, beispielsweise - mindestens als Gedankenspiel - den Bau von zwei großen Spielfeldern und dann nur noch zwei Kleinspielfeldern.
Die Politik soll augenblicklich auf der Basis einer vagen, lückenhaften und fehlerbehafteten Informationslage Details über ein Gesamtprojekt beschließen, das am Ende in die Millionen geht. Das halten wir für nicht verantwortbar. Wenn dafür Kritik nicht nur von den betroffenen Vereinen, sondern auch von der Bevölkerung aufkäme, geschähe das zu Recht.
Wir halten eine schnelle Entscheidung auch gar nicht für dringend erforderlich. Solide und gut durchdacht zu handeln ist auch hier wichtiger als Schnelligkeit.
Die BBL wird aktuell jede Beschlussvorlage ablehnen, da ihrer Auffassung nach zum jetzigen Zeitpunkt keine verantwortungsbewussten und begründeten Beschlüsse möglich sind.

BBL - Fraktion im Rat der Stadt Lage
Heinz Walter
Fraktionsvorsitzender

Freitag, 13. April 2018

- noch einmal: Kunstrasenplätze

Eigentlich sollte in der letzten Sitzung des Sportausschusses am 9. April 2018 die Entscheidung darüber fallen, an welcher Stelle der (bereits beschlossene) dritte Kunstrasenplatz in der Stadt Lage errichtet werden soll.

Es gab/gibt vier Sportvereine, die sich dafür beworben haben: der RSV Hörste, der TuS Kachtenhausen, TuRa Heiden und die SpVg Hagen-Hardissen. Alle vier Vereine haben gute Gründe dafür genannt, warum sie dringend einen Kunstrasenplatz benötigen, um unter vernünftigen Bedingungen den Spiel- und Trainingsbetrieb aufrecht erhalten zu können.

Eine Entscheidung ist in der Sportausschusssitzung noch nicht gefallen. Erst einmal sollen die Fraktionen (noch einmal) beraten. In einer neu angesetzten Sondersitzung am 25. April 2018 soll dann im Sportausschuss entschieden werden.

Die Entwicklungen, die sich bereits jetzt andeuten, verursachen ein ungutes Gefühl. Einer der vier wird gewinnen – und für den Rest gibt es Heulen und Zähneklappern und eine Enttäuschung. Und es wird Kritik und viel Unverständnis geben. Zusätzlich haben wir von Sitzungsteilnehmern gehört, es sei doch längst eine Vorentscheidung für einen Verein (den wir hier aus Gründen der Fairness nicht nennen wollen) gefallen. Das wäre natürlich fatal, ist aber bisher nur ein Gerücht.

Wir werden über die Entwicklung berichten, fürchten aber, dass auch mit einer Entscheidung am 25. April 2018 dieses Kapitel noch nicht endgültig „gegessen“ sein wird. Wir hoffen, dass wir Unrecht haben und dass alles viel besser und harmonischer verläuft.

Ihre
BBL

Samstag, 24. März 2018

- Kunstrasenplätze in Lage



Vor 30 oder 40 Jahren und davor wurde noch bei (fast) jedem Wetter draußen Fußball gespielt. Die damals noch relativ verbreiteten Plätze mit (zuerst schwarzer und später meist roter) Asche waren eigentlich bei fast jedem Wetter bespielbar. Und die Rasenplätze wurden einfach bespielt, auch wenn sie eigentlich nicht bespielbar waren. Die entstehenden Schäden nahm man in Kauf oder versuchte sie so gering wie möglich zu halten. Entsprechend sahen die Rasenplätze dann häufig aus wie etwas bessere Kuhweiden. Und nach Fußballspielen sahen Plätze und Spieler aus wie nach einer Schlammschlacht.

Heute hat sich das geändert, vor allem, weil viele Sportplätze in kommunale Hände zurückgefallen sind, die Kommunen die Regeln für die Bespielbarkeit festlegen und die Plätze bei schlechten Wetterbedingungen sperren, um die Schäden möglichst gering zu halten. Und Rasenplätze sind nun einmal empfindlich: Im Sommer ist es schnell zu trocken, im Herbst und im Frühjahr zu nass und im Winter zu frostig bzw. zu verschneit. Da bleiben dann nicht mehr viele Termine, um eine Spielsaison einigermaßen geordnet durchzuziehen.

Diese Situation zeigt sich augenblicklich auch (u. a.) in Lage. Es gibt Vereine, die sieben oder acht Spieltage im Rückstand sind. Das verfälscht nicht nur die Tabellensituation stark, sondern führt am Ende auch zu einer Ballung von Nachholspielen, z. T. auswärts (und damit zu einer weiteren Verfälschung). Außerdem ist es sehr ungünstig für die Spielplanung der Vereine und die persönliche Zeitplanung der Spielerinnen und Spieler.

Ein Teil einer möglichen Lösung sind Kunstrasenplätze. Damit keine Illusionen genährt werden: Auch Kunstrasenplätze sind nicht bei wirklich jedem Wetter bespielbar, und auch Kunstrasenplätze benötigen Pflege und verursachen Kosten. Und auch sie sind nicht unendlich haltbar. Aber sie sind alles in allem unabhängiger von Witterungsbedingungen und sind deutlich häufiger nutzbar und bespielbar als Rasenplätze. Daher sind Kunstrasenplätze zwar nicht die Eier legende Wollmilchsau, aber sie verbessern die Situation der Breitensport betreibenden Vereine ganz erheblich. Und da über die hohe positive Bedeutung des in örtlichen Vereinen betriebenen Breitensports wohl nicht ernsthaft gestritten werden muss, bedeutet das auch, dass Kunstrasenplätze für die gesamte Bevölkerung einen Nutzen bringen und sehr förderungswürdig sind.

Auch die Stadt Lage investiert daher in den nächsten Jahren in den Bau von Kunstrasenplätzen. Das finden wir als BBL richtig und sehr gut, auch wenn ein Kunstrasenplatz nicht unbedingt billig ist. Geld, das in diesem Bereich (beispielsweise für den sinnvollen Freizeitsport von Jugendlichen) angelegt wird, wird auf anderen Wegen und an anderen Stellen ganz klar wieder eingespart.

Mit der in der letzten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 22. März 2018 beschlossenen Vergabe der Arbeiten an den ersten beiden Plätzen (in Lage am Werreanger und in Müssen) wird die Verwirklichung jetzt konkret. Beide Plätze sollen noch im Jahr 2018 fertiggestellt werden. Der Bau eines dritten Platzes ist bereits beschlossen. Über den Ort muss noch entschieden werden: Es gibt vier Bewerbungen, eigentlich alle gut begründet. Die Auswahl wird schwierig, aber sie muss getroffen werden. Es zeichnet sich also schon ab, dass der Bau von mindestens noch einem weiteren Kunstrasenplatz längerfristig ins Auge gefasst werden muss.

Darauf werden wir bei Gelegenheit zurückkommen. Jetzt geht es erst einmal los mit dem Bau der ersten beiden Plätze – wie gesagt: von uns, der BBL, sehr unterstützt!

Ihre
BBL

Mittwoch, 21. Februar 2018

- noch einmal zum Thema "Public Viewing in Lage"

Wie es der Zufall will: Nach unserem gestrigen Beitrag zum Thema „Public Viewing in Lage“ erschien heute (21. Februar 2017) in der Bielefelder „Neuen Westfälischen“ zum gleichen Thema ein großer Bericht über die Situation in Bielefeld.

Auf das Wesentliche zusammengefasst: Auch in Bielefeld wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit 2018 zur Fußballweltmeisterschaft kein Public Viewing geben. Alle bisherigen Veranstalter und fast alle, die dafür in Frage kämen, haben schon abgewinkt. Die Auflagen und Kosten sind so hoch, dass sich der Aufwand am Ende nicht mehr lohnt. Und außerdem wird auch hier von früheren Veranstaltern betont, dass das Interesse bereits deutlich nachgelassen hat und der Höhepunkt offenbar überschritten ist.

Es gibt nur noch eine „Mini-Chance“, wie die „Neue Westfälische“ es nennt, und zwar dann, wenn das Kulturzentrum „Neue Schmiede“ in Bethel sich noch zu einer Public Viewing-Veranstaltung entscheiden sollte. Aber auch Reinhard Bücker von der „Neuen Schmiede“ betont eine Bedingung bereits im Vorfeld: „Wenn die Stadt uns entgegenkommt und uns unterstützt, dann könnte ich mir das vorstellen.“ Denn ohne Hilfe wäre auch hier der Aufwand viel zu groß und es bliebe nur die Übertragung im Saal.


Aller Voraussicht nach wird es also nicht einmal in der Großstadt Bielefeld eine Public Viewing-Veranstaltung geben. Interessenten müssten dann nach Gütersloh ausweichen, wo es in diesem Jahr aller Voraussicht nach noch einmal eine Veranstaltung geben wird.

Wir nehmen die in dem Artikel erwähnten Äußerungen der Insider als weitere Belege dafür, dass unsere Entscheidung, eine Public Viewing-Veranstaltung auf dem Marktplatz in Lage abzulehnen, in der augenblicklichen Situation völlig richtig war.

Ihre
BBL

Dienstag, 20. Februar 2018

- kein Public Viewing auf dem Lagenser Marktplatz

Seit einigen Jahren (ca. seit 2006) war das Public Viewing ("öffentliches Anschauen", "öffentliche Liveübertragung") zu größeren Veranstaltungen, meist zu Fußballmeisterschaften, ein beliebtes Ereignis (oder, wie man heute so sagt, ein „Event“). Vor allem jüngere Menschen fühlten sich angezogen.

In diesem Jahr findet im Sommer wieder eine Fußball - Weltmeisterschaft statt. Zu diesem Anlass sollten, so hatte es die FDP im letzten Herbst beantragt, in Lage auf dem Marktplatz Public Viewing - Veranstaltungen stattfinden. In Lage war das nämlich bisher nicht der Fall gewesen.

Das hörte sich zuerst einmal gut an und schien attraktiv zu sein. Allerdings gab und gibt es auch erhebliche Einwände und Bedenken. Die Verwaltung hatte zur Vorbereitung der entsprechenden Ausschusssitzung einige Bedenken zusammengestellt.

So wird zum Beispiel bereits in sehr naher Umgebung eine entsprechende Veranstaltung stattfinden, nämlich im direkt benachbarten Detmold. Außerdem ist bei den letzten Public Viewing - Veranstaltungen die Besucherfrequenz bereits deutlich rückläufig gewesen, so dass man von  nachlassendem Interesse ausgehen kann bzw. muss. In der Stadt Lemgo sieht man daher bereits von einer Fortführung der bisherigen Veranstaltungen ab.

Direkt in Lage wird wahrscheinlich die Filmpark Lippe GmbH & Co. KG in den dortigen Kinosälen die Spiele der deutschen Mannschaft live übertragen. Dieser Übertragung würde die Stadt Lage mit einer eigenen Public Viewing - Veranstaltung auf dem Marktplatz direkte Konkurrenz machen.

Wenn schon Public Viewing in Lage stattfinden sollte, müssten sinnvoller Weise mindestens alle Spiele mit Beteiligung der deutschen Mannschaft übertragen werden. Wie die Fortsetzung der Spiele nach der Gruppenphase aussieht und wie viele Spiele es insgesamt würden, ist vorher nicht planbar. Auf jeden Fall würde es erhebliche Mietkosten für eine große Videowand geben, da wegen der Sonneneinstrahlung ausschließlich die Übertragung mithilfe von kontraststarken LED-Wänden eine vernünftige Lösung wäre. Die Schätzungen gehen dafür von mindestens 10.000-15.000 € netto aus.

Nach jeder Veranstaltung müsse der Marktplatz gesäubert werden. Erfahrungsgemäß werden in der relativ kurzen Zeit erhebliche Mengen an Müll hinterlassen. Der Markt müsste an diesen Tagen an anderer Stelle stattfinden.

Ob angesichts dieser schwerwiegenden Einwände die möglichen positiven Auswirkungen („Bereicherung für die sich im Umbruch befindende Innenstadt“ heißt es in dem Antrag der FDP) ein adäquates Gegengewicht bilden würden, darf bezweifelt werden. Auch die BBL war von Beginn an eher skeptisch, vor allem auch deswegen, weil die ganz große Begeisterung für Public Viewing - Veranstaltungen offenbar bereits abebbt.

Der Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung hat in seiner Sitzung vom 13. Februar 2018 denn auch fast einstimmig (1 Gegenstimme) den Antrag der FDP abgelehnt. Damit dürfte sich eine Public Viewing - Veranstaltung auf dem Lagenser Marktplatz erledigt haben. Wir glauben, dass diese Entscheidung angesichts der oben skizzierten Umstände auch richtig war.

Ihre
BBL

Sonntag, 21. Januar 2018

- Präsentation des neuen Stadtentwicklungskonzepts STEK am 15.1.18 in der Aula

Wie soll Lage in den nächsten zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren aussehen? Wo und wie soll gewohnt werden, wo soll Gewerbe entstehen, wo soll es Grünflächen und Radwege und Wasser geben? Welche Wünsche und Vorstellungen hat die Bevölkerung? Kann man daraus eine Art „Leitbild“ für die künftige Entwicklung der Stadt Lage erstellen?

Nach nicht ganz einem Jahr präsentierte das Planungsbüro Drees Huesmann die Ergebnisse für das neue Stadtentwicklungskonzept STEK, in das unter Mitwirkung der Bevölkerung Anregungen und Vorschläge aus der Kernstadt und aus verschiedenen Ortsteilforen eingeflossen sind. Das Planungsbüro hat diese Anregungen aufgenommen, geordnet, mit eigenen Hinweisen versehen und am 15.1.2018 in der Aula am Werreanger in einer Gesamtpräsentation vorgestellt.



Präsentation 15.1.18 Aula (Bild durch Anklicken vergrößerbar)


Das neue Stadtentwicklungskonzept ist im engeren Sinne gar kein "Konzept", sondern eher eine Auflistung und Sammlung der Anregungen aus der Bevölkerung, nach sachlichen Gesichtspunkten geordnet und mit Kommentaren und einigen Handlungsvorschlägen des Planungsbüros versehen. Der Rest, nämlich die konkrete Planung und Umsetzung, ist Sache von Politik und Verwaltung in den nächsten Jahren. Die Präsentation am 15. Januar 2018 war also kein Schlusspunkt mit Endergebnissen, sondern nur eine Zwischenstation. Die konkrete Umsetzung beginnt erst jetzt.

Grundsätzlich wird entschieden werden müssen, welchen Schwerpunkt man in Lage setzen will. 

Ein möglicher Schwerpunkt ist eine Art von „Zentrumsmodell“, bei dem bewusst die Kernstadt gestärkt wird, um dort möglichst viele Angebote für die Bevölkerung vorzuhalten. Das ist ein Modell, das angesichts der Realitäten von den meisten Fachleuten für die Zukunft bevorzugt wird, da es aufgrund der demographischen Entwicklung kaum möglich erscheint, in den Ortsteilen diese Angebote sehr zahlreich vorzuhalten. Die Gefahr dabei ist, dass sich Ortsteile „abgehängt“ fühlen. Dem müsste man mindestens mit einer guten Vernetzung und mit guten Verkehrsverbindungen entgegenwirken.

Das zweite Modell ist das Modell einer eher dezentralen Entwicklung. In diesem Modell würde darauf geachtet, dass auch diverse Ortsteile möglichst viel Infrastruktur behalten und eine Bevölkerungsentwicklung gestalten könnten. Ganz sicher wird dieses Modell von den meisten Bewohnerinnen und Bewohnern der Ortsteile favorisiert werden. Es gilt allerdings, hier keine Illusionen zu wecken. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung, aber auch aufgrund der Arbeits- und Berufsmöglichkeiten und des Einkaufsverhaltens dürfte es nur in ganz wenigen Bereichen für die Ortsteile noch Wachstumsmöglichkeiten oder positive Infrastrukturentwicklungen geben. Das ist eine unangenehme Wahrheit, aber es nützt nichts, andere Versionen zu verbreiten und im alten Stil fortzufahren.

Jedenfalls deutet sich hier bereits an, in welchen Bereichen die Diskussion in den nächsten Monaten und Jahren stattfinden wird. Die Basis für eine solche Diskussion ist mit diesem STEK gelegt worden. Der Rest folgt - hoffentlich!

Das Material über die Vorstellung der Ergebnisse in der Aula ist von der Internetseite der Stadt Lage abrufbar. Hier ist der Link:


Stadtentwicklungskonzept STEK Präsentation 15.1.18

Ihre
BBL

Samstag, 13. Januar 2018

- neues Rathaus von innen

Vor Beginn der Ratsweihnachtsfeier am 21. Dezember 2017 erhielten die aktuellen und ehemaligen Ratsmitglieder erste Gelegenheit, das neue Rathaus in einem geführten Erkundungsgang auch von innen kennenzulernen.

Der Bürgerservice (das ehemalige Bürgerbüro) im neuen Rathaus hat ja bereits geöffnet, auch einige andere Abteilungen sind im Umzug begriffen bzw. bereits umgezogen, so dass mittlerweile auch der erste Publikumsverkehr im neuen Gebäude festzustellen ist. Für diejenigen aber, die bisher noch keine Gelegenheit hatten, das neue Rathaus von innen kennenzulernen, und für die, die auch in näherer Zukunft nicht dazu kommen werden, vermitteln wir mit einigen Bildern einen ersten Eindruck.

Einige Aufnahmen zeigen etwas von der inneren Atmosphäre im Gebäude (Gänge, Vorzimmer, Besprechungszimmer), einige von der Art der Gestaltung, beispielsweise mit den Schildern und den Orientierungshilfen, einige zeigen, wie der Blick „von innen nach außen“ aussieht, in diesem Fall abends, und zwar hier zum Clara-Ernst-Platz und am Ende Richtung Lange Straße.

Am 5. Mai in diesem Jahr wird ein Bürgerfest für die Bevölkerung stattfinden. Spätestens dann werden viele Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit wahrnehmen, das gesamte Gebäude von innen kennenzulernen. Und im Laufe der Zeit werden sowieso die meisten von uns irgendwann mal dorthin müssen – schließlich ist es das Rathaus.

Aber für alle, die schon jetzt einen ersten Eindruck haben möchten, übermitteln wir die Bilder, die wie immer durch Anklicken vergrößert werden können.

Ihre
BBL